Das Gewicht
der Libellen
Ein Roman von Steffen Lau
Einundzwanzig Jahre lang hatte Lina nach dem Mann gesucht.
Dem Mann mit dem roten Schirm.
Was, wenn eine Erinnerung wahr klingt – und trotzdem nie geschehen ist?
Einundzwanzig Jahre nach dem Verschwinden ihres elfjährigen Bruders Ole findet Lina die alte Ermittlungsakte. Auf Seite siebenunddreißig steht ein Satz, der die Geschichte ihrer Familie ins Wanken bringt: Niemand hat Ole gemeinsam mit dem unbekannten Mann unter dem roten Schirm gesehen.
Lina kehrt in das Dorf ihrer Kindheit zurück. Zwischen den Aussagen von damals, dem Schweigen ihrer Mutter und den Erinnerungen an einen Bruder, der immer vorauslief, beginnt sie zu begreifen, dass eine Familie jahrzehntelang an derselben Geschichte festhalten kann – gerade weil niemand mehr weiß, wo sie aufgehört hat, wahr zu sein.
Das Gewicht der Libellen erzählt auf zwei Zeitebenen von Kindheit und Verlust, von Schuld ohne einfache Täter und von der Frage, ob eine unvollständige Wahrheit leichter zu tragen ist als eine tröstliche Lüge.
Ein abgeschlossener Roman über das, was eine Familie gemeinsam verschweigt.
Das Manuskript ist unveröffentlicht. Vollständiges Manuskript, Exposé und weitere Unterlagen sind auf Anfrage verfügbar.
- Genre
- Literarischer Roman
- Umfang
- ca. 71.000 Wörter · 413 Satzseiten
- Erzählweise
- Zwei Zeitebenen
- Status
- Abgeschlossen · unveröffentlicht
- Themen
- Familie, Erinnerung, Verlust, Schuld